Haarausfall durch den Eisenmangel

Zu den teilungsaktivsten Zellen unseres Körpers, gehören unsere Haarfollikel. Dafür wird ein hoher Stoffwechselumsatz benötigt, der seinerseits auf Nährstoffe wie Fett, Kohlenhydrate, und Eiweiß, aber auch auf Spurenelemente und Vitamine, angewiesen ist. Viele dieser Subtanzen, können nicht in Depots gespeichert werden, somit ist der Körper auf eine kontinuierliche Zufuhr angewiesen. Tritt ein Eisenmangel dieser Benötigten Nährstoffe auf, kann sich dies eine Ursache für diffusen Haarausfall sein. Echte Mangelzustände sind jedoch in den reichen Industrienationen eher selten und Haarausfall ist somit in den meisten Fällen, nicht ernährungsbedingt. Oftmals ist der Haarausfall erblich bedingt. Deshalb sollte man seinen Kopf und die Kopfhaut regelmäßig überprüfen. Ein Hautarzt kann nun eine Behandlung verschreiben, die sich an ihrem Blutbild orientiert. Hierzu nimmt der Doktor eine Blutprobe und erkennt den Eisenwert und den Ferritinwert.

Viele Menschen hoffen nicht auf die Diagnose von Haarausfall. Für jeden Mann sind die Haare der komplette Stolz auf der Stirn. Deshalb wollen diese den Haarausfall so früh wie möglich stoppen.

Allgemeiner Nährstoffmangel

Vor allem bei Kindern der dritten Welt, in denen Hungersnöte weit verbreitet sind, treten Mangelerscheinungen (Müdigkeit) häufig auf. Aber auch Nährstoffaufnahmestörungen infolge von Darmoperationen, bzw. chronischen Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), genauso wie Wurmerkrankungen, können ein allgemeines Nährstoffdefizit bedingen, welches dann zur Ausdünnung und schließlich zum Ausfall der Haare führen kann. In den entwickelten Ländern sind chronischer Alkoholismus, oder übermäßige Diätkuren, auch oft verantwortlich, für das Auftreten von Nährstoffmangelsymptomen. Haarausfall der durch einseitige, oder übermäßige Diätkuren ausgelöst wurde, kann auch noch Monatelang nach beenden der Diät, anhalten. Ebenso können Essstörungen, wie beispielsweise Magersucht, eine Ursache von Haarausfall, infolge von allgemeiner Mangelernährung sein. Oft kann bereits nach der Geburt eine Aussage gemacht werden, ob man von einem Haarausfall betroffen sein könnte.

Vitaminmangel

Haarwachstumsstörungen, ausgetrocknete Haut und Sehstörungen, werden hauptsächlich durch Vitamin A-Mangel ausgelöst. Im Gegenzug hierzu, kann aber auch eine Überdosierung von Vitamin A, Haarausfall auslösen. Ein ausgeglichener Vitamin A-Haushalt ist aber eher durch den Verzehr von Leber, Butter, fettem Käse sowie Karotten, Spinat, Grünkohl, Chicoree und Broccoli, als durch den Verzehr von Rohkost zu erreichen. Bei Verzehr von Gemüse ist auf die gleichzeitige Einnahme von Fetten, die mechanische Zerkleinerung und die ausreichende Garung zu achten. Fisch ist hier besonders für Vegetarier geeignet.

In Extremfällen kann es bei Vitamin C-Mangel zu Skorbut, mit Zahnfleischbluten und Leistungsknick kommen. So kann es indirekt über den blutungsbedingten Eisenmangel und Verhornungen der Follikelöffnungen zu Haarschaftstrukturschäden und dem Ausfall von Haaren kommen. Hier ist eine Ernährungsumstellung, hin zu ausreichend Kohlrabi, Obst, Kohl und Rettich zu empfehlen. Bei einer längerfristigen Einnahme hochdosierten Vitamin C-Präparaten, ist diese nicht abrupt abzusetzen, da dies die Gefahr eines Rebound-(Rückfall)-Skorbutes erhöht.

Für den Aufbau von Nägeln und Haaren sind die Vitamine, des Vitamin B-Komplexes und Biotin nötig. Exzessiver Verzehr von rohen Eiern mit gleichzeitiger Gabe von Antibiotika, kann eine Einbuße an Biotin, auslösen. Dieser Eisenmangelmangel mit Haarausfall kann mit einer Ernährungsumstellung, hin zu reichlich Hülsenfrüchten, Weizenkeimen, Leber, Hefe, Milchpulver und Nüssen korrigiert werden. Auch mit einer medikamentösen Therapie mit Biotinhaltigen Präparaten, kann der Mangel ausgeglichen werden.

Meist komplex, sind Vitamin B-Mangelzustände, da sie oft mehrere Vitamine der B-Gruppe, sowie Mineralien betreffen. Bei diesem Mangelzustand, sollte die Therapie zunächst mit einer kombinierten Vitaminzufuhr im natürlichen Verband erfolgen, dies bedeutet, durch Getreidevollkornerzeugnisse, Weizenkeime, Kleie, Fleisch, Leber, Milch und Hülsenfrüchte. Auch eine medikamentöse Therapie, mit Vitaminpräparaten kann in Ausnahmefällen in Betracht gezogen werden.

 

Mineralstoffmangel

In ihrer Wirkung sind alle einzelnen Nahrungsbestandteile, eng mit den anderen verwoben. Beispielsweise bei ihrem Effekt auf das Haarwachstum, ergänzen sich Vitamin C, Eisen und Kupfer miteinander. Eisenmangel kann neben einer mangelhaften Eisenzufuhr, aufgrund von eisenarmen Essen, auch durch den Verlust von Blut, wie zum Beispiel im Rahmen von verstärkten Monatsblutungen bei einer Frau, nach Operationen oder Blutungen aus dem Magen-Darm Trakt, verursacht werden. Auch ein erhöhter Eisenbedarf, wie zum Beispiel, bei Frauen in der Schwangerschaft, der Stillzeit oder in Wachstumsphasen begünstigt oft, einen Eisenmangel. Um Eisenmangel entgegenzuwirken, sollte die Nahrung hin zu viel rotem Fleisch, Fisch und Vitamin C, umgestellt werden. Exzessiver Genuss von Kaffe und Tee, sowie der Konsum von Molkereierzeugnissen, kann die Eisenaufnahme hemmen und somit zu Eisenmangel führen. Ist eine alleinige Nahrungsumstellung nicht ausreichend, um den Eisenhaushalt wieder auszugleichen, kann dies durch die Einnahme spezieller Eisenpräparate erfolgen. Diese sollten grundsätzlich, nüchtern eingenommen werden. Nebenwirkungen dieser Präparate können unter Anderem, Magen-Darm-Störungen, wie z.B. Verstopfung (Obstipation) sein. Eine Überdosierung ist besonders bei Kindern, unbedingt zu vermeiden.

Besonders bei Vegetariern und Veganern ist Zinkmangel, ein weit verbreitetes Problem, da Zink vor allem in Eiern, Milch, Käse und Fleisch enthalten ist. In Getreideerzeugnissen ist zwar Zink enthalten, dies kann jedoch bei eiweißarmer Ernährung, vom Darm nur weniger gut aufgenommen werden. Wer an Zinkmangel leidet, neigt zu Hautentzündungen, Wunden heilen schlechter und Haarausfall kann auftreten. Ist eine medikamentöse Zinkgabe erforderlich, so sollte darauf geachtet werden, dass bei der gleichzeitigen Gabe von Eisenpräparaten die Zinkausnutzung im Darm verschlechtert ist. Bei viel Sport werden dem Körper die wichtigen Nährstoffe entzogen, deshalb muss er wieder mit genügend Eisen versorgt werden.

Haarbildungsstörungen mit zerbrechliche, dünnen Haaren können von Kupfermangel herrühren. Um Kupfermangel entgegenwirken, sollte Kupferreiche Kost wie Getreidevollkornerzeugnissen, Haferflocken, Weizenkeimen, Hülsenfrüchten, Trockenobst, Nüssen, Sonnenblumenkernen, Leber und Trockenhefe verzehrt werden. Auch eine Medikation unter ärztlicher Kontrolle, kann in Betracht kommen, falls eine Ernährungsumstellung allein, keine Abhilfe schafft. Bei eiweißarmer Kost, sowie bei überhöhter Zufuhr von Calcium oder Zink, ist die Wirksamkeit von Kupfer im Körper herabgesetzt.

Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wird von einem Mediziner durch einen Test festgestellt. Da die Schilddrüse eine sehr große Funktion auf die Gesundheit hat, sollte man in regelmäßigen Abständen seine Hormone überprüfen lassen. Diese Unterfunktionen bzw. Überfunktionen werden nun mit Eisenmangel Tabletten behandelt.

Bei allen Formen von Mangelernährungen, können grundsätzlich medikamentöse Substitutionen sinnvoll sein, zum Beispiel, wenn eine Nahrungsumstellung nicht, oder nicht kurzfristig möglich ist. Um die Ursachen einer Mangelernährung abzuklären und eine entsprechende Therapie einzuleiten, sollte in jedem Fall der Hausarzt, oder ein Arzt für innere Medizin aufgesucht werden. Anschließend sollte man das weitere Vorgehen abklären lassen.

Verschiedene Vitamin-, Eiweiß- und Mineralstoffmixe werden zur Stärkung von Haut, Haar und Nägeln angeboten. Diese Präparate sind unter anderen:

• Priorin. Enthält Cystin (eine schwefelhaltige Aminosäure, die reichlich in Weintrauben und Pilzen enthalten ist), sowie einen Gesamtextrakt aus Hirsefrüchten und Calciumpantothenat.

• Pantovigar. Enthält Aminosäuren und Vitamine der B-Gruppe. Thiaminnitrat, Calciumpantothenat, Medizinalhefe, Cystin, Keratin, p-Aminobenzoesäure.

• Gelacet. Enthält Gelatine (ein Eiweiß), das nach Herstellerangaben in der Lage ist, eine Normalisierung der Rate der Haare in der Wachstumsphase herbeizuführen. (Born A., Derm. u. Kosmet. 19: 36-40, 1978).

 

Tipps gegen den Haarausfall

Tipps gegen den Eisenmangel bedingten Haarausfall

Fazit:

Nun muss man mit den Folgen leben, wenn man nicht frühzeitig die Ursachen bekämpft. Um die Haare nachwachsen zu lassen, sollte man also diese Tipps befolgen. Bei extremen Haarausfall ist es nicht immer, sicher, ob die Haare wieder nachwachsen. Bei zu viel Stress in der Therapie verlängern sich die Wachstumsphasen erheblich. Auch für Frauen gelten diese Empfehlungen, wenn diese ihre Haare noch lange behalten möchten.

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